Das Interface MODBUS TCP verbindet X2B mit Modbus-Geräten im IP-Netz. Es liest und schreibt Register; die Register selbst werden als Datenpunkte (Channels) abgebildet, siehe Modbus-Datenpunkt.
Technisch besteht es aus zwei Modulen: X2IF ModBus Base (Register, Datentypen, Abfragelogik, CSV-Import) und X2IF Modbus TCP (die TCP-Verbindung).
Voraussetzungen
- Ein Gerät mit Modbus TCP oder ein Modbus-Gateway (hinter dem Gateway kann auch Modbus RTU liegen).
- IP-Adresse des Geräts bzw. Gateways und die Unit-/Slave-Id der Geräte.
- Die Registerliste des Geräts, z. B. als CSV-Datei für den Import.
So gehen Sie vor
- Legen Sie ein neues Interface vom Typ MODBUS TCP an.
- Tragen Sie bei IP-Gateway Adr. die Adresse ein und prüfen Sie den Port.
- Belassen Sie die Transaktionsparameter zunächst auf den Standardwerten.
- Speichern Sie das Interface und starten Sie X2 neu, damit das neue Interface verfügbar wird.
- Importieren Sie die Register über die Import-Funktion aus einer CSV-Registerliste.
Alternativ legen Sie Channels von Hand an. Das eignet sich, um einzelne Register vor dem Erstellen einer Registerliste zu testen. Für das Erstellen der CSV-Registerliste gibt es eine separate Anleitung, die nur auf Anfrage erhältlich ist.
Felder
| Feld | Bedeutung | Hinweis |
|---|---|---|
| Name, Kommentar | Bezeichnung und Notiz für den Integrator | Standardfelder aller Interfaces |
| Optionen | Checkbox Deaktiviert | Channels bleiben vorhanden, Schreibzugriffe werden nicht weitergegeben |
| Logging-Stufe | Umfang der Einträge im System-Log | Standard «Warn» |
| Netzwerkadapter | Netzwerkschnittstelle für die Verbindung | Nur nötig, wenn das Gateway nicht über die Standardschnittstelle erreichbar ist |
| IP-Gateway Adr. | Adresse des Geräts oder Gateways | Pflichtfeld |
| Port | TCP-Port | Standard 502 |
| Max. Transaktionen | Anzahl gleichzeitiger Transaktionen (I/O-Vorgänge) | Standard 1. Die Hilfe nennt max. 10, der Code begrenzt auf 15 |
| Min. Transaktion-Abstand | Pause zwischen zwei Transaktionen | Standard 0.1 s, Bereich 0 bis 1 s |
Die Standardwerte (1 Transaktion, 0.1 s) sind mit praktisch allen Gateways kompatibel, begrenzen aber den Datendurchsatz. Bei reinen TCP-Gateways oder Geräten mit direkter Modbus-TCP-Unterstützung können Sie mehr gleichzeitige Transaktionen und eine kleinere oder keine Pause einstellen. Bei Gateways mit seriellem Modbus RTU dahinter hängt es vom Gateway ab, was möglich ist.
Import-Optionen
| Feld | Bedeutung | Hinweis |
|---|---|---|
| CSV-Datei | Registerliste, aus der die Channels erstellt werden | |
| Controls erstellen (Wertanzeigen) | Erstellt zu jedem Channel eine Wertanzeige | Standard: an |
| Liste für Controls erstellen | Fasst die Controls in einer Liste zusammen | Standard: an; nur zusammen mit den Controls |
| Control-Namen mit Interfacenamen ergänzen | Stellt den Interfacenamen voran | Standard: aus |
Hinweise und Grenzen
- Es wird nur in Register geschrieben, die als schreibbar definiert sind. Andere Schreibversuche werden verworfen und im Log vermerkt.
- Für jedes Register darf es nur einen Channel geben.
- Register werden zyklisch in Blöcken abgefragt. Das Lese-Intervall stellen Sie am Channel ein.
- Der Status eines Blocklesevorgangs oder Schreibvorgangs erscheint am jeweiligen Channel.
- Das Modul enthält zusätzlich vordefinierte Gerätetypen (Janitza, my-PV ELWA, SolarEdge SunSpec).

