Das LoRa-Gerät-Control repräsentiert ein LoRa-Gerät in X2B und trägt die Daten, die für das Gerät nötig sind. Die Kommunikation läuft über ein LoRa-Interface. Das Control kann auch in der Visualisierung stehen und zeigt dann den Status des Geräts (Zähler für Up- und Downlinks, Zeitstempel).
Voraussetzungen
- Ein LoRa-Interface, über das die Kommunikation läuft.
- Die Gerätedaten (DevEUI, AppEUI, AppKey). Sie stehen auf dem Gerät oder seiner Verpackung.
- Für das Anlegen der Channels das LoRa-Channel-Holder-Interface. Existiert es nicht, legen Sie es zuerst an.
Einrichten
- Legen Sie im Dialog Controls ein Control vom Typ LoRa-Gerät an.
- Wählen Sie bei Typ das Gerätemodell.
- Tragen Sie DevEUI, AppEUI und AppKey ein.
- Speichern Sie das Control.
- Legen Sie die Channels mit der Import-Funktion für Interfaces an. Wählen Sie dazu das LoRa-Channel-Holder-Interface und danach die benötigten Channels des Geräts.
Ohne den Typ lassen sich keine Channels erzeugen. Das Gerät kann aber schon mit OTAA (Over the Air Activation) aktiviert werden, wenn DevEUI, AppEUI und AppKey stimmen. Viele Geräte stellen Channels für jede mögliche Funktion bereit. Beim Import wählen Sie nur die aus, die Sie brauchen.
Felder
| Feld | Bedeutung | Hinweis |
|---|---|---|
| Typ | Typ bzw. Modell des Geräts | Bestimmt die verfügbaren Channels. Nach dem Anlegen der Channels nicht mehr änderbar. |
| DevEUI | Eindeutige Gerätekennung | Nötig, damit das Gerät eingebunden werden kann. Auf dem Gerät aufgedruckt. |
| AppEUI | Anwendungskennung | Nötig, damit das Gerät eingebunden werden kann. Auf dem Gerät aufgedruckt. |
| AppKey | Schlüssel für OTAA | Nötig für OTAA. Wird maskiert angezeigt. |
| NetId | Netzwerkkennung | Siehe unten. |
| DevAddr | Geräteadresse im Netz | Bei OTAA automatisch eingetragen. |
| AppSKey | Sitzungsschlüssel der Anwendung | Bei OTAA automatisch eingetragen. |
| NwkSKey | Sitzungsschlüssel des Netzwerks | Bei OTAA automatisch eingetragen. |
| OTAA Zeitstempel | Zeitpunkt des letzten OTAA-Versuchs | Nur Anzeige. Leer, wenn noch kein OTAA stattfand oder ein externes System OTAA übernimmt (zum Beispiel TTN). |
Nach erfolgreichem OTAA sind die Felder von DevEUI bis NwkSKey schreibgeschützt.
NetId
Bei Betrieb mit einer Cloud-Lösung wie TTN hat die NetId keine Bedeutung. Bei eigenen Gateways legt sie fest, welche Gateways das Gerät für Downlinks nutzen kann.
Uplinks empfangen immer alle Gateways. Auch Class-A- und Class-B-Downlinks funktionieren mit allen Gateways, weil sie nur als Antwort auf einen Uplink gesendet werden. Bei Class-C-Geräten ist die NetId wichtig: Sie entscheidet, über welche Gateways ein Downlink gesendet wird. In den meisten Fällen können alle Geräte und Gateways dieselbe NetId verwenden.
DevAddr, AppSKey und NwkSKey
Bei OTAA werden diese Werte beim Netzbeitritt ausgehandelt und hier eingetragen. Sie ändern sich bei jeder neuen OTAA. Ändern Sie sie dann nicht von Hand. Aufgedruckte Werte gelten nur für den Betrieb ohne OTAA und werden bei OTAA nicht verwendet. Bei einer Cloud-Lösung wie TTN können die Felder leer bleiben.
Downlink senden
Dieser Bereich erscheint erst, nachdem das Control einmal gespeichert wurde. Damit stellen Sie manuell einen Downlink in die Warteschlange des Geräts.
| Feld | Bedeutung | Hinweis |
|---|---|---|
| Payload (Hex/Base64) | Nutzdaten des Downlinks | Hexadezimal oder Base64. Bei mehrdeutiger Eingabe gilt Hexadezimal. |
| Port | FPort | Vorgabe 1. Die Bedeutung hängt vom Gerät ab. FPort 0 dient für MAC-Befehle. |
| Senden | Stellt den Downlink in die Warteschlange | |
| Status | Ergebnis der Eingabeprüfung | Nur Anzeige. |
- Bei ungültiger Eingabe erscheint eine Fehlermeldung. Ein «Ok» heisst nur, dass die Eingabe akzeptiert wurde und der Downlink in der Warteschlange steht.
- Der Downlink wird gesendet, sobald es technisch möglich ist. Bei Class-A-Geräten geschieht das nur direkt nach einem Uplink. Das kann viele Stunden dauern.
- Kann der Downlink nicht innerhalb von 24 Stunden gesendet werden, wird er stillschweigend verworfen.
- X2B prüft nicht, ob das Gerät den Payload versteht. Eine allgemeine Bestätigung vom Gerät gibt es nicht.
Achtung: Falsche Downlinks können ein Gerät so konfigurieren, dass keine Kommunikation mehr möglich ist. Im Extremfall müssen Sie das Gerät zurücksetzen. Den Payload erstellen Sie mit dem Werkzeug des Herstellers oder anhand der Gerätedokumentation.
Hinweise und Grenzen
- Beim Kopieren eines LoRa-Gerät-Controls werden DevEUI, AppEUI, AppKey, DevAddr, AppSKey, NwkSKey und der OTAA Zeitstempel geleert. Der Channel-Status wird zurückgesetzt. Tragen Sie die Gerätedaten der Kopie neu ein.
- Das Control unterstützt ein dynamisches Statussymbol.

