Das Control Zähler: Produzent bildet einen Strom-Zweirichtungszähler ab, zum Beispiel den EVU-Zähler, eine PV-Anlage oder einen Batteriespeicher. Es müssen nicht beide Richtungen genutzt werden.
Voraussetzungen
- Datenpunkte (Channels) mit Zählerstand und Wirkleistung des Zählers.
- Für die Abrechnung: ein Abrechnungssystem. Ohne Abrechnung sind Nummer, Tarif und Art wirkungslos.
So gehen Sie vor
- Legen Sie ein Control vom Typ Zähler: Produzent an.
- Tragen Sie bei Bedarf Nummer, Tarif und Art ein.
- Ordnen Sie im Abschnitt Netzbezug bzw. Eigene Erzeugung die Channels für Zählerstand und Leistung/Flussrate zu.
- Ordnen Sie bei Bedarf im Abschnitt Einspeisung bzw. Eigenverbrauch Produktionsanlage die Gegenrichtung zu.
- Konfigurieren Sie optional Funktionsüberwachung und Phasenüberwachung.
Felder
| Feld | Bedeutung | Hinweis |
|---|---|---|
| Nummer | Zählernummer, die in Abrechnungen erscheint. | Frei nutzbar, z. B. als Kostenstellen-Nummer oder Bezeichnung. Maximal 30 Zeichen. |
| Tarif | Ordnet dem Zähler einen Tarif und damit den Preis zu. | Auswahl T1 bis T5. |
| Art | Art des Produzenten. | Stromnetz, Photovoltaik, Windkraft, Wasserkraft, Sonstiger Stromerzeuger, Batteriespeicher, Sonstiger Stromspeicher. Beeinflusst die Behandlung in Abrechnungen; der Netzanschluss wird anders behandelt als andere Erzeuger. |
| Zählerstand / Leistung/Flussrate (Netzbezug bzw. Eigene Erzeugung) | Zählerstand und Wirkleistung für Strom, der in die Hausverteilung hineinfliesst. | Beim EVU-Zähler ist das der Bezug, bei einer PV-Anlage die Erzeugung. |
| Zählerstand / Leistung/Flussrate (Einspeisung bzw. Eigenverbrauch) | Zählerstand und Wirkleistung für Strom, der aus der Hausverteilung abfliesst. | Beim EVU-Zähler ist das die Einspeisung, bei einer PV-Anlage der Eigenverbrauch des Wechselrichters. |
| Lesetrigger | Channel, der eine Leseanforderung für die Zählerstände auslöst. | Stellen Sie die Zähler trotzdem auf Senden bei Wertänderung und zyklisch jede Minute. |
| Zählerstatus | Channel, der die korrekte Funktion des Zählers meldet. | Überwacht werden der Gut-Wert und das maximale Alter des Wertes (ca. 15 Minuten, laut Hilfe). |
| Status-Werte (Gut/Fehler) | Werte für gut und Fehler. | Die Vorgabe passt für die meisten Zähler (Gut-Wert true). |
| Seriennummer | Channel mit der Seriennummer. | Dient der Erkennung eines Zählerwechsels, wichtig bei der Stromabrechnung. |
| Ablaufdatum | Datum, an dem die Eichung abläuft. | X2B erzeugt dann eine Systemnachricht, dass der Zähler getauscht oder geprüft werden sollte. |
| Scheinstrom L1, L2, L3 (A) | Channels mit dem Scheinstrom je Phase. | Nur für Lastmanagement mit Einzelphasenüberwachung. Einheit muss Ampere-kompatibel sein; es sind alle drei oder keiner zu füllen. |
Hinweise und Grenzen
Achtung: Für die Phasenüberwachung wird der Scheinstrom (Apparent Current) benötigt, nicht der Wirkstrom. Der Wirkstrom kann deutlich niedriger sein als der Scheinstrom, die Sicherung reagiert aber auf den tatsächlich fliessenden Scheinstrom.
Achtung: Die Phasen müssen bei allen Geräten im Stromkreis gleich zugeordnet sein. Besonders bei Ladestationen sind die Phasen oft rotiert verdrahtet.
- Wenn der Zählerstand-Channel eine gröbere Auflösung als Wh hat, zeigt X2B eine Warnung.
- Im Code gibt es zusätzlich eine Option für einen einzelnen vorzeichenbehafteten Leistungs-Channel. Sie erscheint nicht in der Konfigurationsmaske.

