Das Control Überschuss-Management steuert Geräte in Abhängigkeit von der verfügbaren Leistung. Üblich ist, selbst erzeugten Strom bei Überschuss möglichst selbst zu nutzen, bevor er eingespeist wird. Mit angepasster Steuergrösse lässt sich auch der Netzbezug auf eine Maximalleistung begrenzen.
Voraussetzungen
- Eine Messquelle: ein Zähler Produzent (meist der EVU-Zähler) oder Channels für Bezug und/oder Einspeisung.
- Mindestens ein Steuerbarer Verbraucher oder eine Ladestationen-Gruppe.
So gehen Sie vor
- Legen Sie ein Control vom Typ Überschuss-Management an.
- Wählen Sie bei Steuergrösse Quelle die Art der Quelle und tragen Sie Zähler bzw. Channels ein.
- Stellen Sie die Steuerung-Periode und die Verarbeitung Steuergrösse ein.
- Fügen Sie über Gesteuertes Gerät hinzufügen die Geräte hinzu und bringen Sie sie per Drag & Drop in die gewünschte Reihenfolge.
Felder
| Feld | Bedeutung | Hinweis |
|---|---|---|
| Steuergrösse Quelle | Woher die Steuergrösse kommt und wie sie gelesen wird. | Vorgabe: Zähler. Siehe Tabelle unten. |
| Zähler | Stromzähler als Quelle. | Nur bei Quelle «Zähler». Auswahl unter den Zählern Produzent. |
| Bezug-Channel | Channel für den Netzbezug. | Nur bei den Quellen Bezug/Einspeisung und Bezug. |
| Einspeisung-Channel | Channel für die Einspeisung. | Nur bei den Quellen Bezug/Einspeisung und Einspeisung. |
| Steuerung-Periode | Zeit zwischen zwei Regelschritten. | Vorgabe 15 Sekunden; zulässig 100 ms bis 5 Minuten. |
| Verarbeitung Steuergrösse | Direkt oder geglättet. | Vorgabe: Anstieg verzögert (30 Sekunden). |
| Dynamische Reservierung (W) | Optionaler Formelausdruck, der von der Steuergrösse abgezogen wird. | Wird in jedem Regelschritt neu berechnet. |
| Ausgabe-Channel Steuergrösse | Channel für die aktuell wirksame Steuergrösse. | Bei ungültiger Steuergrösse wird ein ungültig-Wert geschrieben. |
| Einheit und Nachkommastellen | Darstellung der Steuergrösse im Control. | Vorgabe: kW, eine Nachkommastelle. |
| Gesteuertes Gerät hinzufügen | Liste der gesteuerten Geräte. | Steuerbare Verbraucher und Ladestationen-Gruppen. Reihenfolge = Priorität. |
Quellen der Steuergrösse
| Quelle | Bedeutung |
|---|---|
| Zähler | Die Steuergrösse kommt von einem Stromzähler. Einfachster Weg, wenn der Zähler bereits existiert. |
| Bezug/Einspeisung | Zwei Channels mit nur positiven Werten. Bezug gilt als Überschreitung des Strombudgets, Einspeisung als zu verteilende Leistung. Beide sollten nicht gleichzeitig ungleich 0 sein. |
| Bezug (Negativ = Einspeisung) | Ein Channel mit Bezug als positivem Wert. Wird er negativ, gilt er als Überschuss. |
| Einspeisung (Negativ = Bezug) | Ein Channel mit Einspeisung bzw. Überschuss als positivem Wert. Eine Überschreitung des Strombudgets ist negativ. |
Verarbeitung der Steuergrösse
- Direkt/Eingangswert: Die Steuergrösse wird unverändert verwendet. Das Control reagiert in jedem Regelzyklus unmittelbar.
- Anstieg verzögert: Zeitfenster 30, 60, 90, 120, 180 oder 300 Sekunden. Verwendet wird der kleinste Wert im Fenster. Abregeln wirkt sofort, ein Anstieg erst verzögert. So werden bei schnell wechselnder Bewölkung Geräte nicht für kurze Spitzen eingeschaltet.
Hinweise und Grenzen
- Die Periode sollte nicht kürzer sein als die Aktualisierung des Eingangswerts. Kurze Perioden eignen sich für Lastbegrenzung, neigen aber zu Überreaktionen.
- Von der Steuergrösse werden intern 500 Watt abgezogen. Das Regelziel ist damit eine Einspeisung von 500 W. Für exakt 0 Einspeisung tragen Sie bei Dynamische Reservierung
-500ein (bei einer Formel zusätzlich 500 abziehen). Das dazugehörige Feld «Reservierte Leistung» ist in der Maske ausgeblendet. - Ein positiver Wert bei der dynamischen Reservierung bedeutet eine angestrebte Mindest-Einspeisung, ein negativer einen angestrebten Mindest-Bezug.
- Die Steuergrösse gilt als ungültig, wenn der Eingangswert zu alt ist oder selbst ungültig ist.
- Das Control lässt sich auch in der Visualisierung darstellen. Es zeigt die wirksame Steuergrösse mit einem Statussymbol für die Gültigkeit.
- Der Strom wird strikt von oben nach unten in der Geräteliste verteilt. Reicht der Strom nicht für ein höher priorisiertes Gerät, aber für ein tieferes, wird so verteilt, dass möglichst viel genutzt wird.
- Die Geräte entscheiden selbst (Mindest-Schaltzeiten, Strombedarf). Das Control kann Befehle geben, die Ausführung aber nicht erzwingen.

